Auswirkungen des Krieges am Golf auf die Branche: Treibstoffpreise und Verfügbarkeiten
Je nachdem, wie sich die Lage am Golf und der Druck auf Öl-, Benzin- und Dieselpreise weiterentwickeln wird es in den nächsten Wochen und Monaten nicht leichter, die Mietwagenflotten auszulasten.
In Bezug auf die Treibstoffpreise wird inzwischen davon ausgegangen, dass sie sich ggf. erst zum Jahresende wieder normalisieren.
Das Bundeswirtschaftsministerium gab gar bekannt, dass es ab Ende April zu Engpässen bei der Versorgung kommen könnte. Rationierungen beim Sprit zur Versorgung der Bevölkerung mit Lebensnotwendigem wären wohl die Folge.
Das kann man sich gar nicht ausmalen. Und es zeigt sich, dass Autovermieter, die nicht partout auf Wachstum setzen, sondern Vorsicht walten lassen, in unvorhergesehenen Situationen besser beraten sind.
Dass der Staat wirksame Maßnahmen zur Entlastung bei der Preisentwicklung beschließt, ist derzeit nicht ersichtlich. Dabei ist er über den Steueranteil ein Profiteur von teurem Diesel und Benzin. Die Mehrerlöse sollten schnellstmöglich zur vorübergehenden Steuersenkung an der Zapfsäule verwendet werden. Sofern bei Mineralölgesellschaften ein Übergewinn feststellbar ist, könnte dessen spätere Abschöpfung schon heute zur Eindämmung der Preisentwicklung verwendet werden.
Das am 26.03.2026 beschlossene Gesetzespaket muss sich erst beweisen. Es gibt erhebliche Zweifel an der kurzfristigen Wirksamkeit zum Beispiel der Vorgabe für Mineralölgesellschaften, nur noch ein Mal pro Tag die Preise anheben zu dürfen oder an den Änderungen des Wettbewerbsrechts.