EU arbeitet weiter an Plänen zur E-Auto-Quote für Flotten
Mit der Begründung, mehr elektrisch betriebene Neufahrzeuge und Gebrauchtfahrzeuge in den Markt zu bringen, plant die EU-Kommission weiterhin eine Elektroauto-Quote für Flotten. Die Ende 2025 veröffentlichten Pläne sind nur geringfügig angepasst.
Diese Vorschläge sind eingebettet in umfangreichere Maßnahmen für einen Übergang zu sauberer Mobilität und Maßnahmen, die vor allem die europäische Automobilindustrie im Blick haben.
Im Detail:
- ab 2030
- national verpflichtend eine Vorgabe, ggf. also auch mit der Zielrichtung auf große Flotten
- national können Förderungen erfolgen
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_25_3051

aus: https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/fs_25_3055
Im Gespräch war auch eine KMU-Regelung, nach der Klein- und Mittelbetriebe ausgenommen sein sollen. Die Autovermietbranche insgesamt muss jedoch weiterhin davon ausgehen, bei der Flottenzusammensetzung ab 2030 konkrete Vorgaben sowohl von Herstellern als auch durch gesetzliche Normen in Bezug auf die Abnahme von Elektrofahrzeugen beachten zu müssen. Die Unternehmen müssen es schaffen, die Vermietung von Elektrofahrzeugen in ihre Ablauforganisation einzubauen und für diese Fahrzeuge die Kunden zu finden.
Trotzdem…
Die Branche lehnt konkrete bürokratische Vorgaben weiterhin strikt ab. Die Grundlagen der unternehmerischen Handlungsfreiheit dieses Marktes erscheinen durch solche Vorgaben gefährdet. Die Kommission kann ebenso wenig wie der nationale Gesetzgeber wissen, wie sich ein solcher Eingriff tatsächlich auf die Marktchancen der Unternehmen auswirken. Das zögerliche Verhalten der Verbraucher kommt nicht von ungefähr. Nur ein geringer Teil hat eigene Erfahrung mit Elektromobilität, kennt Umgang, Reichweiten, weiß wo und wie man lädt, wie lange das dauert usw. Sofern nur ein kleiner Teil der heutigen Kunden sodann den Mietwagen durch Alternativen ersetzt, birgt das weitere Herausforderungen für die Anbieter.