Meldungen BAV und allgemein

Bundesverband Carsharing gegen Pläne zu Rundfunkgebühren

Auch der Bundesverband Carsharing wendet sich gegen die Pläne der Bundesländer zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Die geräteabhängige Gebühr für nichtprivate Fahrzeuge belaste die Branche und die Nutzer unangemessen. Damit wird die Haltung der Autovermietungsbranche unterstützt.

BCS-Schreiben an die Bundesländer ansehen

Verbände kritisch zum neuen Modell der Rundfunkgebührenfinanzierung

Pressemeldung der Verbände ansehen

Presse: Wirtschaft kritisiert neues Gebührenmodell für Rundfunkgebühren

Mehrere Verbände - unter anderem der BAV - kritisieren die Eckpunkte der Rundfunkkommission zur Änderung des Rundfunkfinanzierungsmodells.

Dazu schreibt die Bild am 16.09.201:

 

Kosten-Explosion

Wirtschaft läuft Sturm gegen GEZ-Abzocke, 16.09.2010 - 00:46 UHR, von Andreas Thewalt

Die Wirtschaft läuft Sturm gegen die für 2013 geplante Reform der Rundfunkgebühren. 14 Spitzenverbände und Organisationen, darunter der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) warnen in einer gemeinsamen Erklärung, die Betriebe müssten ab 2013 nahezu mit einer Verdoppelung ihrer Kosten auf schätzungsweise 800 Millionen Euro pro Jahr rechnen.

Zudem würden kleine Betriebe gegenüber großen Unternehmen benachteiligt, ebenso Filialbetriebe gegenüber Unternehmen mit nur einem Standort. In Einzelfällen könne dies zu einem „Anstieg des Beitrags von mehreren Tausend Prozent führen“, klagen die Organisationen.

Sie verlangen zumindest eine Deckelung ihres Finanzierungsbeitrages auf heutigem Niveau und fordern in der Erklärung weiter: „Mit einem Beitrag muss künftig die gesamte Rundfunknutzung abgegolten sein – Autoradios in Firmenfahrzeugen und Empfangsgeräte in Hotelzimmern dürfen nicht noch zusätzlich zu Privathaushalten und Unternehmen herangezogen werden.“

Der Bundesverband der freien Berufe (BFB) tritt dafür ein, Selbstständige und deren Praxen, Kanzleien und Büros ebenso wie die Unternehmen bzw. Betriebsstätten komplett von der Zahlungspflicht auszunehmen.

Präsident Ulrich Oesingmann argumentiert: „Ebenso wie auch ihre Mitarbeiter entrichten Unternehmer und Selbstständige bereits als Bürger einen Rundfunkbeitrag.“

Bei der geplanten Reform der Rundfunkfinanzierung soll ab 2013 die geräteabhängige GEZ-Gebühr von derzeit 17,98 Euro/Monat durch eine geräteunabhängige Haushaltsabgabe ersetzt werden. In Unternehmen soll die Abgabe pro Betriebsstätte und gestaffelt nach der Zahl der Mitarbeiter erhoben werden.

Derzeit arbeiten die Länder an einem Staatsvertrag zur Einführung der neuen Rundfunkfinanzierung. Am heutigen Donnerstag wollen darüber im rheinland-pfälzischen Speyer die Chefs der Staatskanzleien der Länder beraten.


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